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Frauenkirche Zeichnung

Wer einem Vogel gleich über Pillnitz schwebt, staunt über die Erhabenheit künstlich angelegter, geometrischer Formensprache. Die grünen Kupferdächer vereinen sich mit den Gärten zu einem Ensemble prachtvoller und doch harmonischer Erscheinung. Wer mit dem Schiff wie früher die Hofgesellschaft am Ufer anlegt, erreicht das Wasserpalais mit seiner in die Elbe reichenden Freitreppe und fühlt sich in die Zeiten August des Starken versetzt. Die Gebäude entsprangen einer im 18. Jahrhundert beliebten „Mode“ des Bauens: Das exotische China zeigt sich in den Pagodendächern, chinesischen Malereien auf den Fassaden und baldachinartigen Schornsteinen.

Das Wasser- und Bergpalais als spiegelgleiche Bauwerke verbindet das Neue Palais, welches nach einem Brand in seiner heutigen Gestalt erst 1830 fertig gestellt wurde. Kurfürst und König August der Starke wollte in Pillnitz eigentlich ein Schloss á la Versailles bauen – noch größer, noch prunkvoller, noch barocker. Diese auf Bauplänen erhaltenen Ideen blieben Fragment. Pillnitz wurde für den Adel so „nur“ zum Schloss, welches Zeit gab für die Lustbarkeiten des Lebens – dies benennt der Lustgarten in der Mitte Anlage treffend. Ein Ort für Feste und höfisches Zeremoniell war es einmal, heute ist Pillnitz Ausflugsziel für Kunst- und Naturliebhaber aller Schichten.

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